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AKTUELLES

Informationen aus den wichtigsten Fortbildungen der letzten Wochen
2011
Die funktionelle DYSPHAGIETHERAPIE
Frau Pressler besuchte im März eine Fortbildung bei Fr. Dr. Bartolome in München, die sowohl Kenntnisse über den physiologischen, als auch den gestörten Schluckakt vermittelte. Es wurden verschiedene Diagnostikverfahren vorgestellt und anhand von Videobeispielen ausgewertet. Ein weiterer Teil der Fortbildung befasste sich mit den aktuellen Therapieformen. Neben dem theoretischen Hintergrund wurde großer Wert auf die Durchführung praktischer Übungen gelegt, damit das Gelernte direkt im therapeutischen Alltag umgesetzt und angewendet werden kann.
SYMPOSIUM München:
"Sprachtherapeutisches Handeln im Arbeitsfeld
Geriatrie"
Auf dem Symposium unseres Berufsverbandes ( dbs-ev.) in München im Januar 2011haben wir uns für Sie über die aktuellsten Forschungen und Erkenntnisse sprachtherapeutischer Möglichkeiten im Arbeitsfeld der Geriatrie informiert. Themen waren unter anderem die Therapie bei Demenz, Alzheimer, Schlaganfall sowie andre Hirnschädigungen. Dabei ging es sowohl um die Behandlung kommunikativer Störungen, als auch um Dysarthrie-Therapie und die Behandlung von Schluckstörungen. Wir haben vor allem von den "praxisnahen" Vorträgen sehr profitiert und die neuen Erkenntnisse in einer praxisinternen Fortbildung an das gesamte Team weitergegeben.
Erstmals fanden im Rahmen des Symposiums auch Workshops mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten statt. Frau Müller hat am Workshop "Diagnostik und Therapie lexikalisch-semantischer Störungen im Schulalter" bei Frau Prof. Dr. Christina Kauschke teilgenommen.
Frau Vornholt hat den Workshop "Late Talker: Diagnostik und Frühintervention" bei Frau Dr. Claudia Schlesiger besucht. Beides sind Konzepte, die in unserer Praxis bereits erfolgreich angewendet werden und nun mit den neuesten Standards "aufgefrischt" werden konnten.
2010
MUSIK in der Sprachtherapie mit Kindern
Wie bereits im Jahre 2009 wird unsere Kollegin Frau Ursula Müller auch in diesem Jahr wieder eine Fortbildung zum Thema „Musik in der Sprachtherapie mit Kindern“ anbieten. Das Seminar wird am 09. Und 10. November 2010 in Köln stattfinden und richtet sich an Kolleginnen und Teilnehmer aus dem sprachtherapeutischen Umfeld. Veranstalter ist der Berufsverband der diplomierten Sprachtherapeuten "dbs". Genauere Informationen finden Sie unter www.dbs-ev.de
SYMPOSIUM STOTTERN HALLE/SAALE
Unser Berufsverband (dbs-ev) hat Ende Januar ein umfassendes Symposium zum Thema Stottern veranstaltet, auf dem aktuelle Forschungsergebnisse, therapeutische Konzepte sowie Modelle zur ambulanten und stationären Behandlung von führenden Fachleuten vorgestellt wurden. Frau Müller und Frau Vornholt haben von dort einige neue Möglichkeiten zur Diagnose und Erfassung von Stotter-Symptomen und Impulse zur therapeutischen Ausgestaltung mitgenommen, die wir an einem internen Fortbildungstag an das gesamte Team weitergeben werden.
Es wurden vor allem auch einige Module vorgestellt, die bereits bei kleineren Kindern erfolgreich angewendet werden können.
Darüber hinaus haben wir die Möglichkeit genutzt, bei einer Vielzahl von Anbietern, die auf solchen Kongressen anzutreffen sind, unseren therapeutischen Materialbestand zu erweitern und uns bei allen aktiven Verbänden (z.B. Stotter e.V.) in E-Mail Listen einzutragen, um weiterhin von sämtlichen neuen Entwicklungen unterrichtet zu werden.
FELDENKRAIS
Unsere Kollegin Frau Petra Simon bietet in ihren Räumen in Düsseldorf regelmäßig Fortbildungen zum Thema Feldenkrais in der Sprachtherapie an. Dort haben wir Seminare besucht zum Thema „Kiefer & Co.“, „Hands-on für Sprachtherapeutinnen“ sowie „Diaphragmen gesucht“. Die Arbeit nach Feldenkrais bietet sich besonders in der Stimmtherapie, aber auch in der Behandlung neurologischer Störungen an und kann herkömmliche sprachtherapeutische Interventionen sehr gewinnbringend unterstützen.
Nähere Informationen hierzu finden Sie unter dem Link www.feldenkrais-duesseldorf.de
ESGRAF-R – ein neues Verfahren zur Erfassung
grammatikalischer Fähigkeiten
Die 2008 veröffentlichte ESGRAF-R ist ein zeitökonomisches qualitatives und quantitatives Diagnoseverfahren, das förderrelevante Informationen über den erreichten Stand der grammatischen Fähigkeiten eines Kindes liefert. Die Zielgruppe sind spracherwerbsgestörte Kinder und Jugendliche im Alter von 4-16 Jahren, die erkennbare Auffälligkeiten beim Erwerb des grammatischen Systems ihrer Bezugs-Sprache zeigen.
Da das Material sich insbesondere auch zur Durchführung in ambulanten Praxen eignet, hat Frau Bins für uns an diesem Seminar teilgenommen und alle wichtigen Neuerungen in unser Team getragen
AKZENTMETHODE
Im Bereich der Stimmtherapie hat sich unsere Kollegin Frau Bins zum Thema Akzentmethode weiter fortgebildet. Die Akzentmethode wurde ursprünglich von Prof. S. Smith entwickelt und in einer 18-jährigen Zusammenarbeit durch Kirsten Thyme-Frøkjær und Børge Frøkjær-Jensen zu einem therapeutisch-pädagogischem Konzept für die Behandlung kranker Sprechstimmen mitentwickelt und verfeinert.
Die Akzentmethode ist eine dynamische Sprechtherapie, deren Ziel eine Verbesserung der Koordination von Atmung, Phonation, Körperbewegung, Gestikulation, Artikulation und Sprache ist. Sie wurde systematisch mit dem Rhythmus des Sprechens und der Gestikulation als Grundlage aufgebaut. Die Systematik beruhte auf Studien innerhalb der Physiologie, Akustik, Psychologie und Linguistik – und nicht zuletzt auf modernen heilpädagogischen Anschauungen.
Ziel der Methode ist der klare Ausdruck, verbunden mit einer guten Sprechverständlichkeit, die von der guten Stimme abhängig ist.
AVWS: Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen im Vorschulalter – Möglichkeiten der Intervention
Über das Hören erlernt der Mensch die Sprache. Die Sprache gehört zur Menschwerdung, da der Mensch über die Sprache mit anderen Menschen kommunizieren kann. Der Input, d.h. die Kommunikation mit dem Kind, ist die Voraussetzung dafür, dass sich Hörstrukturen weiterentwickeln. Eine AVWS liegt dann vor, wenn bei normaler Hörfähigkeit zentrale Prozesse des Hörens gestört sind.
Wichtig ist eine frühe Diagnosestellung, da der physiologische Hörerwerb mit dem Eintritt ins Schulalter als abgeschlossen gilt. Einen Risikofaktor stellen beispielsweise häufig wiederkehrende Mittelohrentzündungen dar, welche unbehandelt zu einer ungünstigen Hörbilanz führen können.
Da eine therapeutische Behandlung die Verbesserung der auditiven Teilfunktionen umfasst und eine Verbesserung der auditiven Teilfunktionen eine notwendige Maßnahme darstellt, um möglichen (Spät-) Folgen einer AVWS z.B. Lese-Rechtschreibproblemen sowie Lernschwierigkeiten vorzubeugen, hat Frau Pressler für uns an dieser Fortbildung teilgenommen.
LATE TALKERS
Der Aufbau des Wortschatzes ist für die kindliche Sprachentwicklung von großer Bedeutung. Erst wenn Kinder eine bestimmte Anzahl von Wörtern aktiv sprechen, sind sie in der Lage, Wörter auch zu kombinieren. Ein großer Schritt für die grammatische Entwicklung und für das Kind.
Als "Late Talker" werden Kinder bezeichnet, die mit 24 Monaten noch nicht über einen Wortschatz von 50 Wörtern verfügen und keine Wortkombinationen zeigen. Diese Kinder sind in ihrer Allgemeinentwicklung meist unauffällig.
Die Forschungen zeigen, dass diese Kinder ein erhöhtes Risiko tragen, eine Sprachauffälligkeit zu entwickeln. Ein Teil dieser Late-talker-Kinder (ca. 35-50%) holen den Entwicklungsrückstand von selbst auf und haben mit 36 Monaten einen normalten Sprachentwicklungsstand erreicht, die sogenannten "Late Bloomers". Doch ca. 50-65% der Kinder weisen mit 36 Monaten eine auffällige Sprachentwicklung auf.
Im Sprachtherapeutischen Ambulatorium im Zentrum für Beratung und Therapie der Technischen Universität Dortmund wurde ein Konzept zur sprachtherapeutischen Frühintervention bei Late-Talker-Kindern entwickelt und wissenschaftlich auf seine Wirksamkeit überprüft (empirisch evaluiert). Diese Überprüfung beruht hauptsächlich auf der direkten sprachtherapeutischen Arbeit mit den kleinen Kindern, wobei die Elternberatung integriert ist. Das Ziel ist es, die Kinder in ihrem Wortschatzaufbau und in ihrer Produktion von Wortkombinationen zu unterstützen, damit sich im Anschluss insbesondere im grammatischen Bereich Lernprozesse eigenaktiv entwickeln können.
Zögern Sie also nicht, bei Unsicherheiten Ihren Kinderarzt aufzusuchen und um eine sprachtherapeutische Überprüfung und/oder Beratung zu bitten, wir sind gerne für Sie da.
TRACHEALKANÜLEN-MANAGEMENT
Wir betreuen seit Jahren Patienten mit Trachealkanülen im Hausbesuch sowie konsiliarisch in Akut-Krankenhäusern. Im Rahmen einer Fortbildung zu Thema Trachealkanülenmanagement in der Rehe nova in Köln konnten wir wichtige theoretische und praktische Kenntnisse im Umgang mit tracheostomierten Patienten vertiefen und uns über den neuesten Stand der technischen Innovationen informieren.
Theoretische Inhalte waren z.B. die Indikation (Notwendigkeit) zur Tracheostomie, Komplikationen, soziale Einschränkungen und Kennenlernen unterschiedlicher Kanülenmodelle. Im Vordergrund standen jedoch viele praktische Übungen mit kanülierten Patienten, beispielsweise das Entblocken und Absaugen. Mit Hilfe der kennengelernten und behandelten Patienten wurden Therapiepläne aufgestellt und Therapieziele formuliert, wie z.B. die Dekanülierung und der Kostaufbau.
ATMUNG UND STIMME – Die polaren Atemtypen
Die Entwicklung der "polaren Atemtypen" basiert auf den Beobachtungs- und Forschungsarbeiten von Erich Wilk und Dr. Charlotte Hagenu. Sie spezifizierten zwei gegensätzliche Atemtypen: die sogenannten "Einatmer", deren aktiv geführte Kraft der Einatemstrom ist und die "Ausatmer", deren aktiv geführte Kraft die Ausatmung ist.
Das Wissen um diese Atemtypen haben Renate Schulze-Schindler und Romeo Atavi Kia auf die menschliche Stimme übertragen (Lit.: "Sonne, Mond und Stimme – Atemtypen in der Stimmentfaltung" Aurum Verlag). In dieser Form der Stimmarbeit finden sich wertvolle und einzigartige Ansätze für die Stimmtherapie.
In zahlreichen Seminaren bei Frau Schulze-Schindler haben Therapeutinnen unserer Praxis diese Arbeit kennen- und schätzen gelernt. Diese, auf Selbsterfahrung beruhenden Erkenntnisse fließen in die stimmtherapeutische Arbeit mit ein und führen zu eindrucksvollen Ergebnissen.
Bereits im Februar werden zwei Therapeutinnen aus unserem Team wieder eine dreitägige Intensivfortbildung besuchen, um anschließend die stimmtherapeutische Arbeit in unserer Praxis weiter zu bereichern.
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